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Gewerbe – Heidelberg 2026

EMBL BaseCamp – Heidelberg

Eine Cafeteria als sozialer Kern eines internationalen Forschungsinstituts. EMBL Heidelberg suchte im Rahmen eines eingeladenen Wettbewerbs nach einem Konzept, das unterschiedliche Nutzungsbedürfnisse unter einem Dach vereint, ohne die Identität des Instituts zu verlieren. Der Beitrag entwickelt eine zusammenhängende Raumlandschaft aus vier Zonen: Cafeteria, zwei Lounge-Bereiche und eine Gaming Zone, verbunden durch ein durchgängiges Akustik-, Farb- und Materialkonzept.

„Vier Zonen, ein Rhythmus“

Vom Durchgang zum Aufenthaltsort

Die Cafeteria bildet das energetische Zentrum: EMBL-Gelb als Signalfarbe, Stehtische für den spontanen Austausch, ein klares Versorgungsband entlang der Rückwand. Unmittelbar angrenzend öffnet sich Lounge Zone 1 als flexible Übergangslandschaft, tagsüber frei bespielbar, bei Bedarf als Veranstaltungsraum für bis zu 70 Personen nutzbar. Stapelbare Möbel und vorinstallierte Bühnentechnik machen den Umbau zur Frage von Minuten.

„Akustik als unsichtbare Architektur“

Drei Ebenen, eine Lösung

Die bestehende Rasterdecke wird nicht ersetzt, sondern aktiviert: 280 Kuben erhalten Basotect-Schaum-Füllung, eine Maßnahme, die hohe Kosten einer neuen Akustikdecke einspart. Transluzente Vorhänge entlang der 75 Meter langen Glasfassade dämpfen Schallreflexionen, ohne das Tageslicht zu blockieren. Das Ergebnis: spürbar bessere Raumakustik ohne einen einzigen Quadratmeter Abbruch.

„Bestandserhalt als Haltung“

Das Materialkonzept folgt dem Prinzip, dass Nachhaltigkeit keine Einschränkung bedeutet, sondern eine gestalterische Entscheidung. Vorhandene Böden, Installationen und die Deckenstruktur bleiben erhalten. Die gewählten Möbel sind sortenrein trennbar, reparierbar und auf lange Nutzung ausgelegt. Das Konzept wurde als eingeladener Wettbewerbsbeitrag für das EMBL Heidelberg erarbeitet und im Januar 2026 eingereicht.

  • TYP

    Konzept | Entwurf | Visualisierung

  • AUFTRAGGEBER

    EMBL Heidelberg

  • ORT

    Heidelberg

  • JAHR

    2026

Gute Gestaltung beginnt mit einem Gespräch.